Der sozialpolitische Sprecher der Stadtfraktion Die Linke in Wiesbaden, Ingo von Seemen, kritisiert die Verlängerung der Alkoholverbotszone am Platz der Deutschen Einheit.
Der sozialpolitische Sprecher der Stadtfraktion Die Linke in Wiesbaden, Ingo von Seemen, kritisiert die Verlängerung der Alkoholverbotszone am Platz der Deutschen Einheit.
Die Alkoholverbotszone, die seit 2008 gilt, hat bisher keine wesentlichen Verbesserungen herbeigeführt. Ganz im Gegenteil, unzählige Kontrollen, hohe Kosten und Repression machen diese Zone mehr als überflüssig. Im letzten Jahr hat die Landeshauptstadt beschlossen, ein Hearing - eine professionelle Befragung von Anwohner*innen, Fachleuten und Organisationen zum tatsächlichen Kosten-Nutzen-Wert dieser Zone - zu starten. Verlängert wurde die Zone nun, ein Hearing gab es aber nicht.
„Bis auf eine nicht sonderlich professionelle Befragung der Anwohner*innen, ohne die Einbeziehung jeglichen Fachwissens, gab es kein Hearing. Die Zone nun einfach zu verlängern ist für mich eine klare Fehlentscheidung. Wir plädieren weiterhin für eine echte Lösung und keine Verschiebung des Problems. Menschen, die Alkohol trinken, tun das auch trotz einer Verbotszone, der Kern des Problems muss angegangen werden: mehr Sozialarbeit ist nötig und keine Verbote“ so von Seemen.