Klatsche für das Sozialministerium: Mehr Bargeld für Geflüchtete

Die Linke Stadtfraktion Wiesbaden begrüßt die Empfehlung des hessischen Städtetages, die Bargeldgrenze für Geflüchtete auf 150 Euro anzuheben. Insbesondere nach der unbegründeten Kritik der Opposition sieht sie sich in ihrem bisherigen Vorgehen innerhalb der Wiesbadener Regierungskooperation bestätigt. 


Die Erhöhung der Bargeldgrenze wäre ein kleiner, aber wichtiger Fortschritt. Geflüchtete brauchen finanzielle Eigenständigkeit, um ihren Alltag selbstbestimmt gestalten zu können. Die bisherige Begrenzung auf 50 Euro ist realitätsfern und entwürdigend. Mit 150 Euro bliebe die Bezahlkarte zwar weiterhin eine massive Einschränkung, aber wenigstens würde die alltägliche Lebensführung etwas erleichtert werden.

 

„Die Bezahlkarte ist und bleibt ein Mittel der Kontrolle und Bevormundung. Sie erschwert das Ankommen in unserer Gesellschaft und grenzt Menschen aus. Bargeld ermöglicht es den Betroffenen, eigenständig über ihr Geld zu verfügen – sei es für den Kauf auf dem Wochenmarkt, den öffentlichen Nahverkehr oder andere alltägliche Ausgaben. Wir hoffen, dass das Sozialministerium der Empfehlung des hessischen Städtetags folgt. Eine mögliche Erhöhung der Bargeldgrenze wäre ein erster Erfolg. Wir kämpfen weiter für die vollständige Abschaffung“, so Ingo von Seemen, sozialpolitischer Sprecher der Linken Stadtfraktion Wiesbaden.

 

Die Linke Stadtfraktion Wiesbaden setzt sich weiterhin für eine echte soziale Teilhabe von Geflüchteten ein und fordert, dass sie nicht durch bürokratische Hürden und Einschränkungen diskriminiert werden. Soziale Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben dürfen nicht an einer starren Bezahlkarte scheitern.